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Unser Chor

Minne - das bedeutet „liebendes Gedenken“. Die hohe Minne strebt nach seelischer Läuterung, die niedere Minne nach Erfüllung. In diesem Universum widerstreitender Gefühle singen und bewegen sich die Sänger von Männer-Minne, dem ersten schwulen Berliner Chor.

Männer-Minne ist mehr als die bloße Summe der einzelnen Sänger. Bei Auftritten entwickelt sich ein Dialog der unterschiedlichen Persönlichkeiten, deren viele Facetten für eine spannungsreiche Bühnenpräsenz sorgen.

Aber nicht nur auf der Bühne entfaltet Männer-Minne seine Eigendynamik. Auch bei den legendären Premierenfeiern, den traditionellen Chorwochenenden und den Probenmarathons kurz vor den Auftritten zündet der Funke, der schließlich auf alle überspringt.

Seit Januar 2005 leitet Holger Perschke den Chor.
Zuvor hat uns Holger bereits einige Zeit als Pianist begleitet. Unter seiner Leitung nahmen wir teil an den schwul-lesbischen Chorfestivals Various Voices 2005 in Paris und 2010 in London und 2015 in Dublin.

Jahr für Jahr präsentieren wir Programme, in denen die Wege und Fährnisse des schwulen Lebens in ihren mannigfaltigen und absonderlichen Ausprägungen besungen und auf der Bühne umgesetzt werden. Dabei machen wir auch vor Tabu-Themen wie Weihnachten, dem Wilden Westen, der biblischen Geschichte oder dem Divenkult nicht halt. In unserem letzten Konzert haben wir uns ausschließlich Werken von Friedrich Hollaender gewidmet! Regelmäßig tritt Männer-Minne auf dem Schöneberger Motzstraßenfest auf. Aber auch außerhalb Berlins lassen wir von uns hören: u.a. in Amsterdam (1999), Kopenhagen (2000), San Jose (2000), bei den EuroGames 2004 in München und Various Voices 2005 in Paris, London 2010 und Dublin 2016.

Darüber hinaus ist MÄNNER-MINNE Teil der Chorszene und präsentieren oft gemeinsam Programme mit befreundeten Chören aus Hamburg, Köln, München oder Münster.